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Problem

Das Quietschen von Radbremsen ist eine alte Geschichte und schon bei den Felgenbremsen omnipräsent. Mit der Einführung der Scheibenbremstechnik in der Fahrradbranche wurde das Problem nicht beseitigt, im Gegenteil. Gründe dafür gibt es einige.

Speziell die Hinterradbremse erzeugt beim Stromer oft Quietschgeräusche. Die Vorderradbremse ist aber nicht ausgenommen. Grund können die oben genannten Gründe sein, haben ihren Ursprung aber auch in der Konstruktion.

Hinten ist die Bremsscheibe direkt auf den linksseitigen Flansch des Nabenmotors montiert, welcher als Resonanzverstärker (Trommeleffekt) funktioniert. Vorne ist eine massive, hohle Starrgabel verbaut, die auch als Resonanzkörper dient.

Wie mir zwei Stromerhändler bestätigten, lässt sich das Wimmern oder Quietschen nicht endgültig beseitigen. Früher oder später ist es zurück, ganz gleich, was man unternimmt. Ein Umbau der Anlage auf ein anderes Produkt ist zwar möglich, aber entsprechend teuer und eine Erfolgsgarantie gibt es nicht. Und Stromer untersagt grundsätzliche Änderungen an der Bremsanlage.

Weiter gibt es Unterschiede ob bei nassen oder trockenen Verhältnissen gebremst wird. "Nass" ist immer lauter! Auf die Geräuschkulisse hat ebenfalls die Art der Bremsbeläge Einfluss.


Lösungsansatz 1: Bremsen richtig einbremsen/einbrennen

Bevor andere Ursachen für das Quietschen gesucht werden muss sichergestellt sein, dass die Bremsen eingebremst und bei Resin-Belägen auch eingebrannt sind.

👉 Siehe Hauptmenü: TECHNIK - BREMSEN - 'Bremsen einbremsen/einbrennen'


Lösungsansatz 2: Resonanz-Dämpferscheibe für das Hinterrad

Stromer bietet für das Hinterrad eine Resonanz Dämpferscheibe an. Sie wird zwischen der Bremsscheibe und dem Motorflansch montiert. 
Praxiserfahrung: Funktioniert!


Lösungsansatz 3: Resin (organische) Beläge verwenden

Eine Möglichkeit der Geräuschminderung bietet der Einbau von organischen (Resin) Belägen. Zumindest bei trockenem Wetter ist eine Geräuschminderung erreichbar.

Bei Nässe quietschen Resin Beläge noch stärker als die Original-Sinterbeläge, zumindest bis sie trocken gebremst sind. Sie haben meistens einen etwas weicheren Druckpunkt, bremsen dann aber genauso gut wie die Sinterbeläge.

⚠️
Resinbeläge müssen wie Sinterbeläge eingebremst aber zusätzlich auch eingebrannt werden.

Dies geschieht durch bremsen im Gefälle und erhitzen der Beläge auf über 200 °C. Dabei gasen die Lösungsmittel aus und die optimale Bremsleistung wird erreicht sowie Geräusche minimiert. Bei Sinterbelägen entfällt dieser Punkt.

👉 Siehe dazu Hauptmenü: TECHNIK - BREMSEN - ‚Bremsen einbremsen/einbrennen

Praxiserfahrung: Ich fahre bei meinem ST3 seit 24'000 km hinten die Beläge von SwissStop. Zusammen mit dem MotorO1 Spacer ist die Kombi bei trockenen Verhältnissen geräuschlos. Bei Nässe quietschen sie auch.


Lösungsansatz 4: Brake Silencer

Von SwissStop gibt es den ‘Disc Brake Silencer’, ein Spray, der in den Bremsbelag eindiffundiert und dabei die Geräusche mindern soll.

Praxiserfahrung: Bei den originalen Stromer TRP Belägen tritt eine Geräuschminderung ein. Der Effekt hält allerdings nicht sehr lange an und der Silencer muss erneut angewendet werden. 


Lösungsansatz 5: Kupferpaste

S-Ped-Fahrer berichten auch, dass das Anbringen von Kupferpaste auf die Rückseite der Bremsbeläge Abhilfe schafft.

Praxiserfahrung: Keine. Durch die träge Konsistenz der Paste ist eine Schwingungsdämpfung durchaus möglich.


Lösungsansatz 6: Auswuchtgewichte als Resonanzdämpfer

Ein etwas unkonventioneller Ansatz ist die folgende Lösung.

Praxiserfahrung: Keine


Alternativen zu den originalen TRP-Belägen

👉 Siehe Hauptmenü: TECHNIK - BREMSEN - ‚Ersatzteile….‘


Thema: “Richtig bremsen”

👉 Zum Thema Bremsen kann man auch Bücher schreiben und wie beim Thema Akku oder Kette gibt es viele verschiedene Ansichten. Ein Überblick zum Thema Bremsbeläge, deren Vor- und Nachteile oder Eignung, bietet u.a. die Seite flowzone.ch oder mybike-magazin.de.

👉 Bremsen will auch gelernt sein, nicht nur wegen den Belägen, sondern um Unfälle zu vermeiden. Wie man richtig bremst, ist im Artikel von Sheldon Brown beschrieben.

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